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TCM erklärt: Alte Heilgeheimnisse, unterstützt durch die moderne Wissenschaft

Seit Jahrtausenden bietet die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) unzähligen Menschen weltweit Heilung und Wohlbefinden. Sie basiert auf alter Philosophie und Beobachtung und betont Gleichgewicht, Harmonie und die Verbundenheit von Körper, Geist und Seele. Obwohl ihre Ursprünge weit zurückreichen, werden viele ihrer Praktiken heute durch moderne wissenschaftliche Forschung bestätigt und ziehen sowohl bei ganzheitlichen Gesundheitssuchenden als auch bei konventionellen Medizinern die Aufmerksamkeit auf sich.


In diesem Artikel untersuchen wir die Grundprinzipien der TCM, die Funktionsweise der TCM Behandlung, die Rolle von TCM-Kräutern und TCM-Akupunktur und wie die Wissenschaft beginnt, das Wissen traditioneller Heilpraktiker seit Jahrhunderten aufzuholen.


Was ist TCM?

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein umfassendes Gesundheitssystem, das vor über 2.500 Jahren in China entstand. Im Gegensatz zur westlichen Medizin, die oft einzelne Symptome oder Krankheiten isoliert und behandelt, betrachtet die TCM den Körper als Ganzes. Sie strebt danach, Gleichgewicht und Harmonie im Körper sowie zwischen Körper und Umwelt wiederherzustellen.


Die TCM basiert im Kern auf dem Konzept des Qi (ausgesprochen „Tschi“), der Lebenskraft, die entlang der Meridiane durch den Körper fließt. Gesundheit wird als freier Qi-Fluss verstanden; Krankheit hingegen entsteht, wenn Qi blockiert, mangelhaft oder aus dem Gleichgewicht geraten ist.


Ein weiteres grundlegendes Konzept sind Yin und Yang, die gegensätzliche, aber sich ergänzende Kräfte darstellen (wie Kälte und Wärme, Ruhe und Aktivität oder innerlich und äußerlich). TCM-Praktiker zielen darauf ab, das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang zu erhalten oder wiederherzustellen, um Wohlbefinden zu erreichen.


Hauptbestandteile der TCM-Behandlung

Ein TCM-Behandlungsplan kann je nach individuellem Zustand des Patienten verschiedene therapeutische Techniken beinhalten. Zu den gängigsten Methoden gehören:


1. TCM-Kräuter

TCM-Kräuter gehören zu den am häufigsten verwendeten und erforschten Bestandteilen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Über 13.000 Kräutersubstanzen sind in chinesischen Arzneibüchern verzeichnet, obwohl nur ein Bruchteil davon in der täglichen Praxis verwendet wird. Diese Kräuter können aus Pflanzen, Mineralien und sogar tierischen Produkten gewonnen werden.


Zu den bekanntesten Kräutern gehören:


Ginseng (Ren Shen) – zur Steigerung von Energie und Qi.


Süßholzwurzel (Gan Cao) – ein Harmonisierer, der die Wirkung anderer Kräuter verstärkt.


Tragant (Huang Qi) – bekannt für seine immunstärkenden Eigenschaften.


Engelwurz (Dang Gui) – häufig bei Blutkrankheiten und in der Frauenheilkunde eingesetzt.


Kräuter werden üblicherweise in Rezepturen kombiniert, um ihre Wirksamkeit zu steigern und Nebenwirkungen zu minimieren. Ein klassisches Beispiel ist die Rezeptur „Liu Wei Di Huang Wan“, die zur Stärkung des Yin und zur Unterstützung der Nierengesundheit eingesetzt wird.


Moderne Forschungen stützen zunehmend viele Behauptungen im Zusammenhang mit TCM-Kräutern. So wurde beispielsweise in Studien gezeigt, dass Ginseng die kognitiven Funktionen verbessert und Müdigkeit reduziert, während Süßholz entzündungshemmende und antivirale Eigenschaften aufweist.


2. TCM-Akupunktur

Bei der TCM-Akupunktur werden sehr feine Nadeln in bestimmte Punkte entlang der Körpermeridiane eingeführt. Ziel ist es, den Qi-Fluss zu regulieren, Stagnationen zu lösen und die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers anzuregen.


Auch wenn Akupunktur geheimnisvoll erscheinen mag, hat die wissenschaftliche Forschung bedeutende Fortschritte bei der Erklärung ihrer Wirkungsweise erzielt. Studien mit funktioneller Magnetresonanztomographie (FMR) haben gezeigt, dass Akupunktur bestimmte Hirnregionen stimuliert, darunter Bereiche, die für Schmerzmodulation und Stressabbau verantwortlich sind. Darüber hinaus setzt Akupunktur nachweislich Endorphine frei und beeinflusst die Neurotransmitteraktivität, was ihre Wirksamkeit bei der Schmerzbehandlung, bei Angstzuständen und sogar bei Unfruchtbarkeit erklärt.


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkennt Akupunktur als wirksam bei über 100 Erkrankungen an, darunter Migräne, Arthritis, chronische Schmerzen und Magen-Darm-Erkrankungen.


3. Schröpfen, Moxibustion und Tuina

Weitere Instrumente der TCM sind:


Schröpftherapie – die Verwendung von Saugnäpfen auf der Haut fördert die Durchblutung und löst Stagnationen.


Moxibustion – Das Verbrennen von Beifuß in der Nähe oder auf der Haut erwärmt die Meridiane und fördert den Qi-Fluss.


Tuina-Massage – eine manuelle Körperbehandlung mit Massage- und Manipulationstechniken zur Harmonisierung des Körpers.


Diagnose in der TCM: Ein personalisierter Ansatz

Ein besonderes Merkmal der TCM-Behandlung ist die Betonung der individuellen Diagnose TCM Therapeuten kombinieren vier Diagnosemethoden: Beobachtung, Hören/Riechen, Nachfragen und Palpation (insbesondere Pulsdiagnose). Der Therapeut beurteilt Farbe und Belag der Zunge, lauscht Stimme und Atmung des Patienten, fragt nach Symptomen und Lebensstil und tastet den Radialispuls an beiden Handgelenken ab.

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